Der Tag, der alles veränderte… (Teil 3)

„Ich habe eine Metastase im Kopf, sie ist 5x6cm groß und ich werde nächste Woche operiert“ lese ich auf meinem Telefon an einem Freitagabend während ich gerade mit meinem Mann zu Abend esse.

Stille, Ohnmacht…

Während mein Mann mich schockiert anstarrt, lese ich die Nachricht nochmal laut vor. Wut steigt in mir hoch, Tränen schießen mir in die Augen und ich fange an zu schreien. Es muss alles raus, die Wut und die unendliche Enttäuschung. Warum nur???

Und da ist es wieder, das Gefühl der Machtlosigkeit, der Abgrund und dieses Mal die Angst vor der Endgültigkeit. 

Wochen vergehen und an den meisten Tagen habe ich nur noch große Angst. Täglich erreichen mich Nachrichten und sie sind nicht gut, sie sind gar nicht gut!

Halbseitige Lähmung, Wundheilungsstörungen, Depression, Magensonde, Lungenpunktion…

Tagtäglich erreichen mich Nachrichten, die sich wie eine schwere Last an meinen Kopf festklammern. Jedes Mal zucke ich zusammen, wenn eine Nachricht auf dem Telefondisplay aufpoppt oder das Telefon klingelt. An manchen Tagen bin ich einfach nur ohnmächtig und kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. 

Wie viel Zeit bleibt uns noch frage ich mich, traue mich aber nicht es laut auszusprechen. Und dann kommt die Antwort, ungefragt, ganz von alleine und sie ist so furchtbar endgültig!

2-6 Wochen heißt es! Dann ist es vorbei! 

Krebs ist ein Arschloch!!!Read more...